Grosse Ehre in Tokio

Grosse Ehre für Alexandra Schiesser sowie ihre Kämpferinnen Carmen und Ramona Brussig aus dem Kampfsportcenter Do -Jigo Wollerau/Niederurnen

Präsidentin und Cheftrainerin Alexandra Schiesser vom Kampfsportcenter Do-Jigo Wollerau/Niederurnen besuchte ihre Kämpferin Carmen Brussig in Japan. Die erfolgreiche Vereinstrainerin trainiert seit Monaten an der Universität Tsukuba. Da sie mit ihrer Schwester im Land der aufgehenden Sonne sehr bekannt ist, durften beide auch an den Nationalen Trainingslagern des japanischen Nationalteams der Sehgeschädigten mittrainieren. "im Land des Judo ist perfekt zu trainieren, denn es ist nicht selten, dass in einem Trainingslager über 250 weibliche Judoka auf der Matte stehen. Ich bekam viele gute Tipps von hochkarätigen Judoka auf meinen Weg nach Tokio 2020 mit und konnte während meines Aufenthalts viele neue Freundschaften schliessen", erzählt Carmen Brussig begeistert.

Der geplante Höhepunkt für Alexandra Schiesser, die bereits seit 1972 mit Leidenschaft Judo betreibt, war der Besuch im Kodokan in Tokio. "Es gibt kaum ein Judoka, der diese heiligen Trainingshallen nicht besucht". Es ist einfach ein Muss, sagte sie. Das Kodokan ist die älteste und bedeutendste Judo-Schule der Welt und ist heute ein achtstöckiges Haus. Das Gebäude befindet sich in dem Tokioter Stadbezirk Bunkyō und wurde 1882 vom Begründer des Judo, Jigoro Kano gegründet. Als bedeutendste japanische Judo-Schule gibt das Kodokan die Richtlinien vor, an denen sich weltweit die Judo-Verbände orientieren. Das Kodokan ist für die Sportart Judo an den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokio 2020 federführend.

Empfang beim Kodokan-Präsidenten
"Wie der Zufall wollte, trafen wir unser japanischen Bekannten Kenichi Shoshida - Manager President's Office Kodokan Judo Institute- am Eingang im Kodokan. Trotz viel Arbeit nahm er sich die Zeit um mit uns Café zu trinken und erlaubte uns eine Einsicht in die aktuellen Baupläne für Tokio 2020. Es war enorm interessant zu sehen, was die Japaner alles geplant haben und wo alle Bauten stehen werden. Dieses Wissen wird für unseren Verein sehr wichtig werden, sollten Carmen und Ramona Brussig für Tokio 2020 sich qualifizierten", sagte Schiesser. Das Highlight sollte aber noch kommen. Kenichi Shoshida wollte, dass Kodokan - Präsident Haruki Uemura die Sportlerinnen aus Wollerau persönlich im Ehrenzimmer empfing. Ein Empfang durch den Präsidenten im Ehrenzimmer im Kodokan davon kann ein Judoka nur träumen und es war natürlich eine riesengrosse Ehre - kommen dort normalerweise nur sehr erfolgreiche und anerkannte japanische Judo-persönlichkeiten hinein. "Im Zimmer konnten wir die letzte handschriftliche originale Kalligrafie von Jigoro Kano kurz bevor er starb bestaunen und erfuhren viel über Jigoro Kano und seine Judo Philosophie", so Schiesser.

Für vier ZJV - Judokas (Dora Sutter fehlt auf dem Foto) war es eine grosse Ehre und ein Traum, was im Kodokan geschah. Die Equipe war aber auch beeindruckt von der japanischen Gastfreundschaft im ganzen Land. Carmen Brussig wird nächste Woche wieder in die Schweiz zurückkehren und wird viel Know - How aus Japan mitbringen.

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Empfang durch Präsident.
v.l.n.r Kenichi Shoshida (Manager President's Office Kodokan Judo Institute), Carmen Brussig, Kodokan Präsident Haruki Uemura, Ramona Brussig und Alexandra Schiesser.
Auf dem Foto fehlt Dora Sutter (KSC Do-Jigo Vereinsmitglied)

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